Badische Bergstraße
Der "Frühlingsgarten" Deutschlands.
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie stolze Burgen, malerische Dörfer, historische Marktplätze, Fachwerkhäuser, Burgen und Schlösser sowie ein reichhaltiges Kulturangebot machen die Bergstraße erlebenswert und prägen das Bild der Badischen Bergstraße zwischen Weinheim, Heidelberg und Wiesloch. "Hier fängt Deutschland an, Italien zu werden", soll Kaiser Joseph II. im Frühjahr 1764 bei einem Besuch an der Bergstraße ausgerufen haben. Trotz ihrer - für Baden - nördlichen Lage, gehört die Bergstraße zu Deutschlands bevorzugten Klimabereichen und wird durch den Odenwald von kalten Ostwinden geschützt. Am Neckar profitieren die Reben, die auf den sonnenreichsten Hängen wachsen, vom bevorzugten Kleinklima des Flusstales.
Sichtbare Zeichen sind die vielen Pflanzen wie z. B. Mandeln, Pfirsiche und Aprikosen, die normalerweise in Südeuropa beheimatet sind, und natürlich der Wein, der durch rund 1.600 Sonnenstunden zur bekannten Qualität reift. Aber auch alljährlich zum Frühlingsanfang macht die Bergstraße von sich reden, wenn Kirsch-, Pfirsich- und Mandelbäume, Magnolien oder Forsythien die ersten Knospen treiben. Für Genießer bietet die Bergstraße zahlreiche Veranstaltungen rund um den Wein. Im Frühling lädt der "Bergsträßer Weinfrühling" und in der zweiten Jahreshälfte der "Bergsträßer Weinherbst" ein, den Wein bei der berühmten Weinlagenwanderung oder bei Weinproben in seiner Vielfalt kennen zu lernen - kombiniert mit kulinarischen Genüssen. Auf zahlreichen Festen an der Bergstraße kann der Bergsträßer Wein "live" genossen werden.
Die Rebsorten. Die Böden. Die Weine.
Die an der Nordgrenze Badens gelegene Bergstraße hat ein verblüffend hohes Wärmeklima - was sich nicht zuletzt darin widerspiegelt, dass die Frühjahrsentwicklung der Vegetation und die Obstblüte hier sogar früher einsetzen als am Kaiserstuhl. Als blühender Garten zeigt sich die Bergstraße dann auch zum Frühlingsanfang, wenn Kirsch-, Pfirsich- und Mandelbäume aus dem Winterschlaf erwachen. So bietet die Region Spielraum für viele interessante Weine - denn auch die Böden der Weinberge sind in Form einer bunten Palette an unterschiedlichen Terroirs vorhanden! Sie reicht vom tiefgründigen Löss und Lösslehm bis zu den Gesteinsverwitterungsböden aus Porphyr, Granit, Gneis und teils auch Buntsandstein.
So verwundert es nicht, dass sich neben dem Spätburgunder besonders der Riesling auf den Urgesteinsböden wohlfühlt, die sich im südlichen Teil sogar mit Keuper abwechseln. Spätburgunder bleibt aber wichtigster Protagonist und bietet eine interessante Stilistik feil: Schwarzkirsche, Mineralien, eindrucksvolle Statur mit üppig dichtem Mundgefühl. Die Bergsträßer Spätburgunder sind Weinpersönlichkeiten mit Aura, Statur und der großen Faszination, die wohl nur diese fragile Rebsorte ausüben kann.
Weitere ausführliche Informationen über die Badische Bergstraße erhalten Sie unter: www.diebergstrasse.de
> Zu den Winzern in der Badischen Bergstrasse
> Zu den Terroirinformationen der Region Tauberfranken

Geologische Informationen über die Badische Bergstraße
Jahres-Niederschlagsmenge: 750 - 800 Liter/qm
Temp.-Summen über der 10 Grad Schwelle April - Oktober: 975 - 1150 (geschätzt)
Jährliche Netto-Strahlung: ca. 1640 Megajoule/qm
Nettostrahlung abzügl. Energie, die für Verdunstung verbraucht wird: ca. 420 Megajoule/qm
Strahlungs-Trockenheits-Index nach Budyko: 0,9 - 1,1
Geologische Formationen: Lößsedimente, Urgesteine (Porphyr, Granit, Gneis), teils Buntsandstein, im Süden auch Keuper
Bodenarten: Schwach saure, basenarme Skelettböden, teils von Löß und Lößlehm überzogen Bodentypen: Pararendzinen und Rendzinen, Rigosole
