Kraichgau
Das sanfte Weinland der tausend Hügel.
Der Kraichgau dehnt sich aus zwischen Bruchsal und Wiesloch bis vor die Tore von Karlsruhe. Er ist ein sanftes Hügelland zwischen Schwarz- und Odenwald und eine Landschaft voller Heiterkeit, die auf die Menschen ausstrahlt und die sich in den Weinen widerspiegelt. Zwischen Burg und Bauernhof macht die Region ihren Spagat. Burgschänken laden zum Weine - ebenso wie die vielen Besenwirtschaften auf dem Lande. Ganz gleich, ob Sie edel-rassige EcoVin-Gewächse oder ein süffiges Viertele bevorzugen, ob Sie dazu barocke Tafelfreuden mögen oder ehrliche, bäuerliche Küche - Sie sind im "Sanften Weinland der tausend Hügel" stets auf der richtigen Seite. Auf Muschelkalk und Keuper gebaut und mit paradiesischem Klima gesegnet, ist der Kraichgau schon seit Urzeiten Siedlungsgebiet.
Nicht etwa die Römer haben hier den ersten Wein gepflanzt - er war schon immer da: Man hat 60 Millionen Jahre alte versteinerte Reste von Rebpflanzen gefunden und letzte Exemplare von Wildreben (ca. 1 Million Jahre alt) finden sich noch heute in den Auwäldern des Oberrheins. Schon vor Jahrhunderten waren die vollen und
rassigen "Gebirgsweine" weit über Baden hinaus bekannt.
Die Rebsorten. Die Böden. Die Weine.
Der Kraichgau zwischen Weinheim, Heidelberg und Wiesloch ist als liebliches, flaches Hügelland mit einem ruhigen Wechsel von Feldern, Mischwald, Wiesen, Obst- bzw. Weingärten und breiten Tälern bekannt. Seine Rebböden sind aus Keuper, Muschelkalk und Buntsandstein gebildet. Vielerorts zeigen sie aber auch die für Badens Geologie so charakteristische Lössauflage. Das aus Muschelkalk hervorgegangene Terroir besteht hingegen aus Lehmmergel oder tonigem Kalkmergel, das einen hohen Skelettanteil aufweist. Die damit verbundene wärmespeichernde Funktion zusammen mit der Sonnenscheindauer schenken dem Kraichgau ein weinbaulich äußerst günstiges Klima. Darin scheint sich eine weiße Rebsorte besonders wohlzufühlen - der Auxerrois. Obwohl er keinen so großen Anteil an der Gesamtrebfläche besitzt wie Riesling oder Spätburgunder, ist er doch eine typische Spezialität der Region und hat dem Gebiet zwischen Odenwald und Schwarzwald viele Liebhaber eingebracht. Auxerrois, eine Spielart des Weissburgunders, steht für expressive Duftigkeit und zart cremigen Schmelz. Er setzt ebenso auf sanfte Fülle und packende Mineralität im Mundgefühl, wie auf pikante Frische und geschmacklichen Fokus. Ein Archetyp Kraichgauer Weinkultur, der unkomplizierte Trinkfreude vermittelt und trotzdem intellektuelle Ansprüche erfüllt!
Weitere ausführliche Informationen über den Kraichgau erhalten Sie unter: www.kraichgau-stromberg.com
> Zu den Winzern in Kraichgau
> Zu den Terroirinformationen der Region Kraichgau

Geologische Informationen über den Kraichgau
Jährliche Netto-Strahlung: ca. 1640 Megajoule/qm
Nettostrahlung abzügl. Energie, die für Verdunstung verbraucht wird: ca. 420 Megajoule/qm
Strahlungs-Trockenheits-Index nach Budyko: 0,9 - 1,1
Geologische Formationen: Lößsedimente, Urgesteine (Porphyr, Granit, Gneis), teils Buntsandstein, im Süden auch Keuper
Bodenarten: Schwach saure, basenarme Skelettböden, teils von Löß und Lößlehm überzogen
Bodentypen: Pararendzinen und Rendzinen, Rigosole
