Ortenau
Die "goldige" Weinlandschaft.
Zwischen Baden-Baden und Offenburg breitet sich auf ca. 60 Kilo-metern und einer Rebfläche von 2.600 Hektar eine besonders liebens-würdige Gegend aus: die Ortenau. Die Ortenau ist ein Gebiet im herrlichen Dreiklang einer Landschaft, bestehend aus anmutigen Weinhängen in der Mitte, fruchtbaren Rheinauen auf der einen und romantischen Schwarzwaldbergen auf der anderen Seite. In den Anbaulagen herrscht eine üppige Vielfalt: Mais, Tabak und Obst in der Ebene, Wild und Holz auf den Höhen und Wein dazwischen. Malerische Winzerdörfer und Städtchen mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und prächtigem Blumenschmuck schmiegen sich an die Hügel und Täler der Vorgebirgszone. Darüber hinaus finden sich viele Burgen, Schlösser und Klöster, die vor nahezu einem Jahrtausend die Weinbaukultur begründeten. Die meisten Weinberge finden sich in kleinen und steilen Bach- und Flusstälern, die sich aus dem Schwarzwald herauswinden und gegen kalte Winde bestens geschützt sind.
Das milde Klima, die über 1.700 Sonnenstunden im Jahr und die Granitverwitterungsböden geben der traditionellen Sortenstruktur ihre typische Ortenauer Eigenart. Die Niederschläge, bedingt durch den Schwarzwaldrücken, begünstigen die Fruchtigkeit, Stoffigkeit und Leichtigkeit dieser Weine. Die Böden bestehen vorwiegend aus Granit, Gneis und Buntsandstein, die die Sonnenwärme aufnehmen und wieder abstrahlen. Wer wegen des Weines in die Ortenau kommt, der kann sich auf verschiedene Weise dem Thema widmen. Sei es bei Kellerführungen, Weinproben, Weinseminaren oder bei einem der zahlreichen Weinfeste. Immer wird der Gast beides bekommen: den Genuss und das Wissen um die Ortenauer Weine. Sortenvielfalt, Qualität und Exklusivität werden den Genießer beeindrucken. Kein Anbaugebiet Deutschlands ist bei Prämierungen auf Bundes- und internationaler Ebene so hoch dekoriert wie die Ortenau. Gastlichkeit genießt im Weinparadies Ortenau einen hohen Stellenwert. Wo gute Weine wachsen, blüht auch die Gastronomie. Das "Sterneland der Köche" verspricht höchstes Niveau!
Die Rebsorten. Die Böden. Die Weine.
Die Ortenau, Deutschlands südlichste Riesling-Region, erstreckt sich von Baden-Baden entlang des Schwarzwaldes bis nach Offenburg. Neben eleganten Rieslingen, die hier auch unter dem Synonym "Klingelberger" bekannt sind, weiß die Ortenau zudem mit schmelzig-opulenten Burgunderweinen zu überzeugen. Allen voran der Spätburgunder, dem aristokratischen Pendant zur noblen Riesling-Rebe, die anerkanntermaßen als die Königin der Weißweine gilt. Im Weinberg liegt der Ursprung für die charakterliche Prägung eines Weines. Riesling gerät deshalb auf den Granitverwitterungs- und Gneisböden der Ortenau - je nach Geologie teils um Porphyr- und Quarzitanteile bereichert - markant mineralisch, transparent duftig und lebendig frisch! Während er die oberen Lagen an den dem Schwarzwald vorgelagerten Süd- und Südwesthängen einnimmt, findet sich Spätburgunder auch oft in unteren Lagen mit fetteren Böden und relativ hohen Sandanteilen. Im Gegensatz zum Riesling - der durch die kargen Böden strukturell schlank und athletisch wirkt und Funken zitroniger, exotischer Pikanz versprüht - charakterisiert sich der Spätburgunder durch ein komplexes Puzzle aus kühler Frucht, rauchigen Nuancen, samtigen Tanninen, dunklen Beeren und Extraktreichtum!
Weitere ausführliche Informationen über die Ortenau erhalten Sie unter: www.weinparadies-ortenau.de
> Zu den Winzern in der Ortenau
> Zu den Terroirinformationen der Region Ortenau

Geologische Informationen über die Ortenau
Temp.-Summen über der 10 Grad Schwelle April - Oktober: 975 - 1150
Jährliche Netto-Strahlung in Megajoule/qm: ca. 1730
Nettostrahlung abzügl. Energie, die für Verdunstung verbraucht wirdin Megajoule/qm: ca. 440
Strahlungs-Trockenheits-Index nach Budyko: 0,8 - 0,9
Geologische Formationen: Tiefen- und Erguß-Urgesteine (Granit, Gneis, Porphyr), Rotliegendes, Buntsandstein, tertiäre Sedimente, Lößsedimente
Bodenarten: Überwiegend basenarme, schwach saure Skelettböden mit geringen Lößanteilen, kalkfreie, skelettführende Lehmböden
Bodentypen: Flach- bis mittelgründige, oligotrophe Braunerden, Parabraunerden-Rigosole
