Spargel-Special von Sommelière Christina Hilker

Weingut Weber Ettenheim

www.weingut-weber.com

So manche Eltern, die mit ihren Sprösslingen in einer der Achterbahnen im Europapark Rust wild durcheinandergewirbelt werden, sehnen sich wohl eher nach Ruhe und Beschaulichkeit. Diese ist unweit im wunderschönen Walnusshain der Familie Weber zu finden. Bei einem Spaziergang unter den bis zu 70-jährigen Walnussbäumen könnte man sich Appetit holen, den man anschließend auf der Terrasse des zum Weingut Weber gehörenden Restaurants stillen würde. Der Blick könnte von dort über die Rheinebene bis zur Hochkönigsburg im Elsass schweifen, man würde sein Weinglas mit einem köstlich frischen Weiß- oder Grauburgunder aus der Weberschen Produktion schwenken und milde sowie verständnisvoll über die gequälten Zeitgenossen in ihren Karussellen und Achterbahnen sinnieren …

Das soll aber nicht heißen, dass im Weingut Weber nichts los ist. Die vielfältigen Weine des Betriebes kann man auch bei Weinbergswanderungen, „After-Work-Partys“ oder bei der legendären Weißweinparty genießen.

Die Küche des bereits erwähnten Restaurants schöpft täglich aus dem reichhaltigen badischen Marktangebot. Wenn der badische Spargel Saison hat, ist die Auswahl an Spargelgerichten auch hier groß und die weißen Burgundersorten des Hauses sind ideale Begleiter dazu. Ich habe mich diesmal für den wunderbaren 2017er Weißer Burgunder SE entschieden und für gebratenen Spargel mit Ziegenfrischkäse und Garnele.

Der zart, hellgelbe Weißburgunder mit den jugendlichen grünen Reflexen versprüht den Duft von hellen Blüten, Apfel, Birne und Melone und einem Hauch Mandeln. Dazu kommen feine mineralische Anklänge, die vom Kalkstein stammen, auf dem die Trauben gewachsen sind.

Am Gaumen präsentiert sich der Wein erfrischend und anregend aber nicht säurebetont. Spargel und säurebetonte Weine sind keine Freunde, denn in der Kombination entsteht leicht ein etwas metallischer Geschmack. Die moderate Säure unseres Weißburgunders ergänzt die Frische des Ziegenkäses vortrefflich, wird von der saftigen Frucht perfekt ummantelt und von einer feinen Fruchtsüße begleitet. So entsteht eine perfekte Symbiose zwischen Wein, Spargel und den süßlich angehauchten Garnelen.

Wenn Sie auch in diesen Genuss kommen möchten, dann beteiligen Sie sich doch einfach beim Gewinnspiel und vielleicht können Sie dadurch bald vor Ort die Probe aufs Exempel machen. Teilnahmebedingungen: https://www.badischerwein.de/erleben/aktuelles/gewinne-dein-badisches-spargelerlebnis

Falls Sie lieber selbst am Herd stehen, können Sie mit dem Spargelkorb vom Spargelhof und Weingut Scherer in Bad Krozingen schon mal üben.

http://www.weingut-scherer.de/#!/

Den Spargelhof betreiben Andrea und Heinrich Scherer. In ihrem Hofladen gibt es saisonales Obst und Gemüse und natürlich vor allem Spargel. Dazu gesellen sich die Weine von ihrem Sohn Felix, der gemeinsam mit seinem Freund Micha Zimmer das angrenzende Weingut führt. Seit 2011 machen die beiden Jungwinzer dort ihr eigenes Ding. Ich betone das, weil schon der Besuch ihrer Webseite einige Überraschungen bereithält und ihre Herangehensweise und Philosophie kompromisslos, eigenwillig und nachhaltig ist.

Ich zitiere gerne das „kotzende Einhorn“ auf der Webseite des Weingutes: „Auch wenn wir UNS nicht ganz ernst nehmen: unseren WEIN nehmen wir ausgesprochen ernst! Mit dem Spargelhof der Eltern und den zugehörigen Reben in der Hinterhand hatten wir fast alles, was man zu einem Winzerbetrieb braucht. Nur den Keller mussten wir noch bauen und so wurde der ausgediente Schweinestall mit viel Schweiß und Einsatz umfunktioniert.“ In diesem ehemaligen Schweinestall keltern die beiden seit 2013 charaktervolle Bioweine, die sich zu probieren lohnen.

Trotz ihrem rebellischen Erscheinungsbild sind die beiden bodenständig geblieben und haben auch Freude daran, im Spargelhof selbst mit Hand anzulegen. Kein Wunder, schließlich wissen sie, dass sie perfekte Weine zum edlen Gemüse in ihrem Keller haben. Beispielsweise einen feinen Tropfen aus der alten, traditionsreichen Markgräfler Rebsorte Gutedel.

Der feine gelbe 2017er Gutedel ist von einer zarten, erfrischenden Kohlensäure geprägt und duftet nach fester Birne, Quitte, hellen Blüten, Hefe und frisch gebackenem Weißbrot. Sein frischer Geschmack zeugt von feiner Frucht, milder Säure und anregender Würze. Der Nachhall ist erstaunlich lang und animiert zum Essen oder zu einem weiteren Schluck.

 

Spargel-Special im Mai