Weinwissen

Wein ist mehr als Genuss, denn es gibt zahlreiche Details, die Sie zum Thema Wein entdecken können. Unser Wein-ABC hält dafür die wichtigsten Fachbegriffe und Stichworte bereit und ergänzend interessante Informationen .

Wählen Sie einfach einen der unteren Begriffe aus und werden Sie zum echten „Wein-Profi“.

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F

Farbstoff

Die rote Farbe des Rotweins kommt aus den Beerenhäuten. Um die Pigmente dieses Farbstoffes aus den Beerenhäuten zu lösen, werden die roten Trauben vor dem Abpressen auf der Maische vergoren. Wird die Maische roter Trauben sofort abgepresst, entsteht Weißherbst oder Roséwein. Eine andere Methode, die Farbstoffausbeute zu erhöhen, ist die Maischeerhitzung (auf 55 - 85°C). Es können auch beide Verfahren kombiniert werden.

Federweißer

Neuer Wein (auch Bitzler, Neuer, Rauscher, Reißer, Sauser, Süßer, Sußer); in der Gärung befindlicher Most. Er enthält schon deutlich Alkohol, natürliche Kohlensäure und ist reich an Hefe-Vitaminen.

Feuchtigkeit

siehe Klima

Firne

Wein entwickelt sich auf der Flasche; hat er seinen Höhepunkt überschritten, wird er hochfarben (= bräunlich), bekommt einen Alterston. Diese F. ist deutlich zu riechen und zu schmecken, erinnert sogar etwas an Sherry, und überlagert den eigentlichen Charakter des Weines. Doch auch hierfür gibt es Liebhaber: Vor allem Champagner und botrytisgeprägte Dessertweine vertragen F., aber auch einige trockene Rieslinge mit genügend Substanz.

Flaschengärung

Eines der Gärverfahren für Schaumwein. Hier findet die zweite Gärung in der Flasche statt. Dem vergorenen Wein (Grundwein) wird ein Gemisch aus in Wein gelöstem Zucker und Hefe (Fülldosage, liqueur de trage) zugegeben; dadurch wird eine zweite alkoholische Gärung eingeleitet, bei der die Kohlensäure entsteht: die Voraussetzung für die Schaumbildung (Mousse) im Glas. Aber es entsteht auch ein Niederschlag auf dem Flaschenboden. Um diesen zu entfernen, ohne dass die Kohlensäure entweicht, wird die Flasche mit dem Hals nach unten in ein Rüttelpult gesteckt. Nach einigen Monaten, wenn sich der Niederschlag am Korken abgesetzt hat, wird der Wein degorgiert, d.h. die gerüttelte Hefe wird durch Entfernen des Korkens herausgeschleudert. Der Schaumwein kann dann mit einer weiteren Dosage (Versanddosage) geschmacklich abgestimmt werden. Champagner und Qualitätsschaumwein bestimmter Anbaugebiete müssen nach dem Verfahren der Flaschenvergärung hergestellt werden. Als Lagerzeit sind mindestens neun Monate vorgeschrieben.

Flaschengrößen

Eine Grundregel sagt, je größer die Flasche, d.h. je kleiner die Oberfläche des Weines im Vergleich zum Volumen ist, umso langsamer reift er in der Flasche. Die klassischen Größen sind: die halbe Flasche (0,375 l), die ganze Flasche (0,75 l), die 1-l-Flasche, die Magnum (1,5 l), die Doppelmagnum oder Jeroboam (3 l), die Rehoboam (4,5 l), die Methusalem oder Imperiale (6 l), die Salmanazar (9 l), die Balthazar (12 l) und die Nebuchadnezzar (15 l). Daneben finden Flaschen mit 0,25 l und 0,5 l Füllvolumen Verwendung.

Franken

Bestimmtes Anbaugebiet in Deutschland (Freistaat Bayern).

Fruchtrute

Einjähriges Holz der Rebe, das beim Rebschnitt ausgewählt wird und aus dem später die grünen, fruchttragenden Triebe wachsen. Alles übrige einjährige Holz wird beim Rebschnitt entfernt (siehe Anschnitt).

Fülldosage

siehe Flaschengärung

Füllkrankheit

Bei der Flaschenfüllung wird der Wein durch die Bewegung nicht wenig strapaziert. Deshalb lagert man meistens die Weine, nachdem sie auf Flaschen gezogen wurden, in temperierten Räumen noch einige Wochen, damit sie sich von der F. erholen können.