Weinwissen

Wein ist mehr als Genuss, denn es gibt zahlreiche Details, die Sie zum Thema Wein entdecken können. Unser Wein-ABC hält dafür die wichtigsten Fachbegriffe und Stichworte bereit und ergänzend interessante Informationen .

Wählen Sie einfach einen der unteren Begriffe aus und werden Sie zum echten „Wein-Profi“.

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G

Gärung, alkoholische

Prozess im Weinmost, der Zucker mit Hilfe von Weinhefen in Äthylalkohol und CO2 (Kohlendioxyd) verwandelt (siehe Maischegärung, Malolaktische Gärung).

Gerbstoffe

In der Beerenhaut, den Kernen und Kämmen (Stielchen) der Weintrauben sind Gerbsäuren (Tannine) enthalten. Diese herben, adstringierenden Substanzen werden je nach Weinart (Rebsorte, Reifegrad, Vinifikations-Tradition) im Ausbau hervorgehoben oder zurückgedrängt. Bei Weißwein wird der Gerbstoffgehalt durch Entrappen (Entfernung der Kämme) und frühzeitiges Abpressen des Mostes von der Maische reduziert. Beim Rotwein gilt der G. normalerweise als Geschmacksbestandteil und wird deshalb zusammen mit dem Farbstoff aus den Beerenhäuten herausgelaugt. Dazu bedient man sich unterschiedlicher Gärverfahren. Der Gerbstoffgehalt bei Weißwein und Rosé liegt i.d.R. zwischen 0,1 und 0,5 g, bei Rotwein zwischen 1 und 3g pro Liter. G. erhöht im Übrigen auch die Lagerfähigkeit der Weine.

Geschein

iehe Blüte

Geschmacksbezeichnungen

Die Bezeichnungen für Wein und Schaumwein sind verschieden, da der Zuckergehalt unter dem Einfluss von Kohlensäure anders schmeckbar ist. Zum Teil ist jeweils ein zulässiger Restzuckergehalt (g/l) vorgeschrieben. Wein: trocken - bis 9g, wenn der Säuregehalt max. 2g niedriger liegt (Formel: Säure + 2) - oder bis 4g ohne Rücksicht auf den Säuregehalt diabetikertrocken - bis 4g halbtrocken - zwischen 9 und 18g (Formel: Säure + 10) lieblich, süß, mild - gesetzlich nicht definiert; die Süße eines Weines hat nichts mit seiner Qualität zu tun. Es bleibt dem Geschmack überlassen, ob man einen Wein halbtrocken (=halbsüß) oder lieblich empfindet. Schaumwein, Sekt, Champagner: extra brut - zwischen 0 und 6g brut - zwischen 0 und 15g extra trocken - von 12 - 20g trocken - von 17 - 35g halbtrocken - von 33 und 50g mild - über 50g

Gewürztraminer

siehe Traminer

Grauer Burgunder

(Grauburgunder) Zählt zur Stammform aller Burgunder, wird auch Ruländer genannt; früher wurde er auch als breiter, körperreicher Botrytis-Wein mit deutlicher Restsüße ausgebaut. Heute ist der als Grauer Burgunder gekennzeichnete Wein immer durchgegoren trocken. Die Trauben dafür werden früher gelesen, die Weine sind fruchtig und säurebetont.

Großraum-/Tankgärung

Eines der Gärverfahren für Schaumwein; dabei wird die zweite Gärung im geschlossenen Tank durchgeführt und der Schaumwein unter Druck auf Flaschen abgefüllt.

Grundwein

Stiller Wein (Stillwein) als Ausgangsprodukt der Schaumweinherstellung; Wein vor der Versektung.

Gutedel

Deutsche Weißweinrebsorte. Baden hat den Gutedel Anfang des 18. Jahrhunderts aus der Westschweiz bezogen. Es ist eine sehr alte Rebsorte, die ihren Ursprung in Kleinasien haben könnte. Heute kommt dieser Weißwein in Deutschland ausschließlich aus dem Markgräflerland. Geprägt von zartem, weinigem Aroma, einem einfachen und angenehmen Charakter wird er von einer milden und dennoch anregenden Säure begleitet. Die wichtigsten Synonyme dafür sind in der Schweiz Chasselas und Fendant, in Frankreich Chasselas blanc.

Gutsabfüllung

Bezeichnungsrechtlicher Begriff, mit dem, unter bestimmten Bedingungen, Weingüter den Begriff Erzeugerabfüllung ersetzen können, falls sie nur Wein aus selbst angebauten Reben erzeugen.