Weinwissen

Wein ist mehr als Genuss, denn es gibt zahlreiche Details, die Sie zum Thema Wein entdecken können. Unser Wein-ABC hält dafür die wichtigsten Fachbegriffe und Stichworte bereit und ergänzend interessante Informationen .

Wählen Sie einfach einen der unteren Begriffe aus und werden Sie zum echten „Wein-Profi“.

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S

Saale-Unstrut

Bestimmtes Anbaugebiet in Deutschland (Sachsen-Anhalt)

Saccharose

Aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellter Rohrzucker, der zur Anreicherung von Most verwendet wird.

Sachsen

Bestimmtes Anbaugebiet in Deutschland (Freistaat Sachsen)

Säure

Wein enthält Wein- und Apfelsäure. Die Säure ist ein wichtiger Faktor im Wein, der unter anderem auch für die Haltbarkeit verantwortlich sein kann. Sie verleiht einem Wein Frische, Spritzigkeit, Frucht und Eleganz.

Sauser

siehe Federweißer

Sauvignon blanc

Gehört zur Spitzenklasse der Welt. Diese Rebsorte war früher im offiziellen Rebsortenspiegel Badens. Nach dem Krieg geriet sie jedoch in Vergessenheit. Sie ist heute nicht offiziell vorgesehen, aber auch nicht verboten. Es gibt einzelne Versuchsanpflanzungen. Im Verschnitt mit Sémillon liefert sie die berühmten Sauternesweine.

Schaumwein

Gesetzlicher Oberbegriff für Sekt, Crémant und Champagner. "Moussierender" Wein schäumend aufgrund von Kohlensäure, die durch alkoholische Gärung entstanden sein muss. Es wird vorgeschrieben, dass der Schaumwein für mindestens sechs Monate gelagert sein und eine amtliche Prüfungsnummer tragen muss. In Deutschland wird Schaumwein oder Sekt durch eine zweite Gärung von Stillweinen hergestellt. Man gibt Zucker und Reinzuchthefe (Fülldosage, s. Flaschengärung) zu und erzeugt dadurch eine zweite Gärung.

Scheurebe

Deutsche Weißweinrebsorte (Neuzüchtung). Kreuzung von Silvaner und Riesling. Benannt nach dem Rebenzüchter Georg Scheu aus Alzey. Hauptsächlich in Rheinhessen, der Pfalz und an der Nahe vertreten. In Baden nur in besten Lagen als Spezialität angebaut. Die Weine zeigen ein hochfeines, leicht nach Johannisbeeren duftendes Bukett, rieslingähnliche Säure und Rasse.

Schillerwein

Spezialität aus Württemberg; Qualitätswein aus einer Mischung von roten und weißen Trauben.

Schraubverschluss

Gute Korken zu finden, ist schon lange ein Problem. Weinfreunde halten aber - für gute Qualitäten - an dem traditionellen Verschluss fest und sind auch bereit, die Kosten dafür zu zahlen. Für Weine, die trinkreif abgefüllt werden (insbesondere in Literflaschen), ist gegen die Verwendung des Schraubverschlusses nichts einzuwenden.

Schwarzriesling

Deutsche Rotwein-Rebsorte. Mutation aus dem Spätburgunder. Synonym: Müllerrebe (Pinot Meunier). Hauptanbaugebiet: Württemberg. In Baden fast ausschließlich in den Bereichen Tauberfranken und Badische Bergstraße/Kraichgau. Der Pinot Meunier ist Bestandteil der klassischen Champagner-Cuvée.

Schwefel

Traditionsreiches Stabilisierungsmittel in der Kellerwirtschaft. Seine Verwendung ist rechtlich streng begrenzt und wird zudem durch moderne Lese- und Kellertechnik ständig reduziert. Die Maische darf z.B. zur Bakterienbekämpfung mit ca. 3g SO2 auf 1000kg Trauben behandelt werden. Vor der Abfüllung kann ebenfalls eine Minimaldosis die Geschmack und Frische gefährdende Oxydation verhindern. Gesundheit des Leseguts, Ausbauart (Holz oder Edelstahl) und Restsüßegehalt können die Schwefelzugabe unterschiedlich beeinflussen.

Seewein

Spezialbezeichnung für die Weine vom Bodensee, insbesondere Müller-Thurgau, Blauer Spätburgunder (als Rotwein und Weißherbst)

Sekt

 Ein Qualitätsschaumwein. Sekt b. A. muss aus einem der bestimmten deutschen Anbaugebiete kommen.

Sektherstellung

siehe Flaschengärung

Silvaner

Deutsche Weißweinrebsorte. Der grüne Silvaner war einmal die wichtigste Rebsorte Deutschlands. Am richtigen Standort zeigt er starken Bodencharakter. Man bezeichnet ihn als "neutralen" Wein von einfachem Zuschnitt, aber sehr liebenswerter Art und meist milder Säure.

Spätburgunder (Blauer)

Die Urheimat des "Pinot noir" ist sicherlich im Burgund zu suchen. Leuchtend und rubin- bis dunkelrot ist seine Farbe, reichhaltig und fruchtig sein Aroma, das an den Geruch reifer Brombeeren und manchmal auch an Bittermandeln erinnert; schmeckbar feinherb sein Gerbstoffgehalt. Insgesamt werden aus der Rebsorte mit die besten Rotweine der Welt gewonnen.

Spätlese

Wie der Name schon sagt, erntet man diese Weine in einer späteren Lese in vollreifem Zustand. Gesetzliche Mindestanforderungen schreiben in Baden 85 Grad Oechsle vor. Trocken oder süß ausgebaute Spätlesen zeichnen sich durch Rasse, Eleganz und eine enorme Geschmacksfülle aus. Hierfür am besten geeignet sind spätreife Sorten, wie Riesling, Grauburgunder, Weißburgunder, Spätburgunder. Gute Spätlesen entwickeln sich am besten nach fünf bis zehn Jahren.

Spritzmittel

Präparate zur Abwehr tierischer Schädlinge und Pilzkrankheiten der Rebe. Züchterisch wird bei der Rebveredelung zwar versucht, die Anfälligkeit gegen Rebkrankheiten zu reduzieren. Aber ganz ohne Spritzen geht es nicht; teilweise werden auch "biologische" Präparate benutzt, um Gesundheitsschäden und der Grundwasserbelastung vorzubeugen. Im Übrigen gilt die Regel: so wenig wie möglich so viel wie nötig.

Süßer

siehe Federweißer

Süßreserve

Herbe Weine werden gelegentlich gesüßt, indem man nach der Gärung keimfrei gemachten Traubensaft hinzugibt. Der Wein wird dadurch süßer, und der Anteil an Alkohol niedriger.