Weinlese startet in Durbach

Durbach, 26.08.2026 – Bei leichtem Nebel und angenehm kühlen Temperaturen ist  
die Durbacher Winzer eG am Mittwochmorgen in die Weinlese 2026 gestartet. Nach den  
heißen vergangenen Wochen waren die Bedingungen zum Auftakt geradezu ideal. 
„Diese Temperaturen sind eine echte Wohltat nach den vergangenen Hitzewochen“,  
freut sich Jürgen Klaus, Aufsichtsratsvorsitzender der Durbacher Winzer eG, über den  
gelungenen Start

Anders als in den vergangenen Jahren machte diesmal nicht die Rebsorte Findling für  
den beliebten „Neuen Wein“ den Anfang. Den Startschuss gaben zwei  
Spezialitätenlesen: Sauvignon Blanc sowie Weißburgunder als Sektgrundwein aus der  
Spitzenlage Durbacher Steinberg. Mit 86 beziehungsweise 84 Grad Oechsle 
präsentierten sich die Trauben zum Erntezeitpunkt in hervorragender Verfassung und mit optimaler Reife. 


Der Geschmack der Traube entscheidet 
Neben den analytischen Werten spielt für die Durbacher Kellermeister vor allem eines  
eine entscheidende Rolle: der Geschmack. 
„Wir ernten dann, wenn die Trauben schmecken, die Fruchtaromen voll ausgeprägt sind  
und die Schalen ihre pelzige Struktur verloren haben“, erklärt Rüdiger Nilles, Erster  
Kellermeister der Durbacher Winzer eG. „Oechsle, Säure und pH-Wert sind  
selbstverständlich wichtige Parameter. Entscheidend ist für uns im Durbachtal aber  
immer auch der Geschmack der Trauben. Er ist die Grundlage für mineralische,  
charaktervolle und vor allem langlebige Weine.“ 


Die drei Winzerfamilien Werner, Rohrer und Klaus, die mit ihren Trauben die Weinlese  
2026 eröffneten, zeigen sich insbesondere mit der Gesundheit und Qualität des  
Leseguts äußerst zufrieden. 
Das Vegetationsjahr verlief insgesamt sehr positiv. Die Reben entwickelten sich  
hervorragend und blieben gesund. Eine besondere Herausforderung waren allerdings  
die außergewöhnlich heißen Wochen und die damit verbundene Trockenheit. Vor allem  
in jüngeren Anlagen waren deshalb zahlreiche Wasserfahrten notwendig. 
„Die Bewässerung hat unsere Winzerfamilien viel Zeit, Arbeit und natürlich auch Geld  
gekostet“, erklärt Stephan Danner, Geschäftsführer der Durbacher Winzer eG. „Einige  
frühere Regenschauer hätten uns diese Arbeit sicherlich erleichtert. Umso dankbarer  
sind wir, dass wir in den vergangenen zehn Tagen noch rund 30 Liter Niederschlag pro  
Quadratmeter bekommen haben – für unsere Reben war das tatsächlich flüssiges  
Gold.“ 


Ab kommender Woche nimmt die Weinlese Fahrt auf 
Nach dem Auftakt mit den Spezialitätenlesen wird die Ernte ab der kommenden Woche  
deutlich an Fahrt aufnehmen. Dann stehen unter anderem Müller-Thurgau und Rosé- Sektgrundweine auf dem Leseplan. Gerade bei den Grundweinen für die Sektherstellung  
ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend, damit Frische, Säure und moderate  
Öchslewerte erhalten bleiben. 


Wann es den ersten beliebten „Neuen Wein“ aus Durbach geben wird, lässt sich derzeit  
noch nicht exakt vorhersagen. 
„Wir beobachten die Entwicklung in den kommenden Tagen sehr genau und  
entscheiden dann kurzfristig, wann wir die entsprechenden Trauben lesen“, so Stephan  
Danner. „Wer wissen möchte, wann der erste Neue Wein erhältlich ist, fragt am besten  
direkt bei uns in der Durbacher Winzer eG nach.“ 


Die Ausgangslage für den neuen Jahrgang stimmt die Verantwortlichen jedenfalls  
optimistisch. „Unsere Winzerinnen und Winzer haben auch in diesem Jahr wieder  
großartige Arbeit geleistet und damit die Grundlage für einen vielversprechenden  
Jahrgang geschaffen“, betont Danner. 
Nun richtet sich der Blick vor allem auf das Wetter der kommenden Wochen. Gerade in  
der finalen Reifephase können Sonnenschein, kühle Nächte und möglichst trockene  
Bedingungen entscheidenden Einfluss auf die spätere Weinqualität nehmen. 
„Wir wünschen uns jetzt einen schönen Altweibersommer mit sonnigen Tagen und  
kühlen Nächten. Wenn uns das Wetter während der Hauptlese mitspielt, haben wir  
beste Voraussetzungen für einen hervorragenden Jahrgang 2026“, so Danner. 
Ganz auf Regen verzichten möchte man im Durbachtal angesichts der  
vorausgegangenen Trockenheit allerdings noch nicht. 
„Über ein paar Liter Regen würden wir uns durchaus noch freuen“, ergänzt Jürgen Klaus  
mit einem Schmunzeln. „Am besten natürlich am Wochenende – wenn gerade nicht  
geerntet wird.“

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