Im Weinberg
Die Arbeit im
Weinberg
Die Basis für die hohe Qualität unserer Weine entsteht das ganze Jahr über im Weinberg. Mit viel Sorgfalt kümmern sich die Winzerinnen und Winzer um Bodenbearbeitung, Düngung, Rebschnitt, Pflanzenschutz und Laubarbeit. Jeder Handgriff trägt dazu bei, dass die Trauben bis zur Lesezeit sämtliche Kraft und Aromen entfalten können. So entsteht die Grundlage für Weine, die nicht nur schmecken, sondern die Vielfalt ihrer Heimat, des Garten Deutschlands, widerspiegeln.
Im frühjahr
Während andernorts noch Winterruhe herrscht, beginnt im Garten Deutschlands längst die neue Saison. Unsere Weinberge erwachen früh, und mit ihnen die Winzerinnen und Winzer. Schon im Januar und Februar sind sie wieder draußen, mit ruhiger Hand und geschultem Blick. Jetzt werden die Reben zurückgeschnitten – ein feiner, oft tagelanger Balanceakt, bei dem auf ein oder zwei kräftige Ruten reduziert wird. Hier entsteht der Grundstock für die Qualität des kommenden Weins.
Je nach Witterung wird der Rebschnitt früher oder später angesetzt. Ein früher Schnitt kann das Wachstum fördern, ein späterer schützt vor möglichen Spätfrösten. Bevor die Reben austreiben, werden die verbliebenen Ruten in Form gebogen.
Auch der Boden verdient nun Aufmerksamkeit. Er wird gelockert, organisch versorgt und oft mit dem gehäckselten Rebschnitt angereichert. Zwischen den Zeilen beginnt es bald zu blühen: Wilde Möhre, Schafgarbe, Klee oder Wicke sorgen nicht nur für Farbe, sondern auch für Leben. Sie lockern den Boden, verbessern die Nährstoffversorgung und ziehen nützliche Insekten und Vögel an, die den Winzern auf ganz natürliche Weise zur Seite stehen.
Im März oder April zeigt sich schließlich das erste zarte Grün. Jetzt beginnt das Ausbrechen der überschüssigen Triebe – eine ruhige, achtsame Arbeit. Denn nur die besten Triebe dürfen bleiben, um die Kraft der Rebe auf genau das zu lenken, was später im Glas zum Ausdruck kommt.
Im Sommer
Wenn die Sonne höher steigt und die Reben in vollem Grün stehen, beginnt im Garten Deutschlands eine besonders intensive Zeit. Der Sommer im Weinberg ist lebendig, voller Bewegung und feiner Entscheidungen. Jetzt zeigt sich, wie aufmerksam und liebevoll die Reben das Jahr über begleitet wurden.
Die Winzerinnen und Winzer sind täglich in den Zeilen unterwegs. Sie entfernen überflüssiges Blattwerk, damit Licht und Luft zu den Trauben gelangen, was wichtig ist für die Reife und den Geschmack. In manchen Lagen werden einzelne Trauben behutsam reduziert, damit die Pflanze ihre Kraft auf das Wesentliche lenken kann..
Gleichzeitig fordert der Sommer viel Aufmerksamkeit. Der Schutz der Reben vor Krankheiten, die Beobachtung von Wetterverläufen und der sorgsame Umgang mit Wasser sind Teil des Alltags der Winzerinnen und Winzer. Der Klimawandel stellt vieles auf die Probe, doch wir verstehen es, im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Besonders am Kaiserstuhl und in anderen trockenen Lagen zeigt sich, wie viel Erfahrung und Gespür in dieser Region gewachsen sind. Immer häufiger kommt Tröpfchenbewässerung zum Einsatz.
So reifen in der Wärme des Sommers nicht nur die Trauben, sondern auch die Vorfreude auf das, was kommen wird. Auf Weine höchster Qualität, die Ihre Herkunft und die Handwerkskunst der Winzerinnen und Winzer widerspiegeln.
Im Herbst
Wenn sich die Farben der Weinberge langsam ins Goldene, Rötliche und Kupferfarbene wandeln, beginnt eine ganz besondere Zeit. Der Herbst ist nicht nur Lohn für die Monate harter Arbeit, sondern auch ein Moment größter Spannung. Jetzt entscheidet sich, was der Jahrgang verspricht.
Schon in den frühen Morgenstunden sind die Winzerinnen und Winzer unterwegs, mit geschultem Blick und viel Gefühl für den perfekten Moment. Denn keine Maschine kann ersetzen, was Erfahrung, Intuition und Wetterbeobachtung in dieser Phase leisten. Die Trauben werden sorgfältig geprüft, verkostet und dann in vielen Fällen von Hand gelesen.
Die Lese ist ein Zusammenspiel aus Wissen und Fingerspitzengefühl. Oft beginnt sie bei Sonnenaufgang, wenn der Tau noch auf den Blättern liegt und die Trauben kühl und frisch sind. Kisten um Kisten werden gefüllt, getragen, sortiert, mit dem Ziel, das Beste aus dem Weinberg ins Fass zu bringen.
Der Herbst im Garten Deutschlands ist mehr als nur Erntezeit. Er ist ein lebendiger Abschluss und ein leiser Neubeginn. Ein Moment der Dankbarkeit und Vorfreude. Und für alle, die diese Weine später genießen, ein unsichtbares Versprechen: Das Beste der Natur, mit Sorgfalt bewahrt.