Weinwissen

Wein ist mehr als Genuss, denn es gibt zahlreiche Details, die Sie zum Thema Wein entdecken können. Unser Wein-ABC hält dafür die wichtigsten Fachbegriffe und Stichworte bereit und ergänzend interessante Informationen .

Wählen Sie einfach einen der unteren Begriffe aus und werden Sie zum echten „Wein-Profi“.

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M

Maische

In der Traubenmühle für die Gärung zerquetschte Trauben.

Maischegärung

Klassische Rotweinbereitung, bei der die erste Stufe der Gärung auf der Maische eingeleitet wird. Dadurch werden Farb- und Gerbstoffe aus den Beerenhäuten gelöst. Nachteile, die früher bei der sog. "offenen M." durch Infektionen auftraten, werden heute durch die M. in Druckbehältern sowie verbesserte Technologie verhindert.

Malolaktische Gärung

sog. "zweite Gärung", die den biologischen Säureabbau verursacht; dabei wird Apfelsäure in Milchsäure verwandelt. Während die m. G. bei deutschen Weißweinen i.d.R. nicht gefördert wird, spielt sie in der Jungwein-Phase der Rotweinbereitung eine wichtige Rolle.

Markgräflerland

 

Weinrechtlicher Bereich im Anbaugebiet Baden zwischen Freiburg und Basel. In der Vorbergzone des Schwarzwalds, im Einflussbereich der Burgundischen Pforte, finden Wein und Tourismus optimale Bedingungen. Beide profitieren auch gegenseitig voneinander. Spezialität: Gutedel, der auf dem kalkarmen Lößlehm, Mergel und Kalkverwitterungsböden besonders gut gedeiht. Berühmt die Heilbäder Badenweiler, Bad Bellingen und Bad Krozingen.

Mengenbegrenzung

siehe Ertragsbegrenzung

Methode champenoise

Methode champenoise

Schaumweinerzeugung nach dem klassischen Champagnerverfahren, d.h. Flaschengärung.

Milchsäure

Eine der beiden wichtigsten Fruchtsäuren im Wein; sie ist wesentlich milder als die Apfelsäure.

Mineralstoffe

ca. 10% der Extraktstoffe sind Mineralstoffe, die die Rebe aus dem Boden zieht. Einen großen Anteil haben Kalium-Verbindungen, die den Pflanzenwuchs fördern, aber auch Calcium, Eisen, Kieselsäure, Natrium, Magnesium, Phosphat und Sulfat, die insgesamt die Harmonie des Weines fördern. In niederschlagsreichen Jahren nimmt der Rebstock besonders viele Mineralstoffe auf.

Mittelrhein

Bestimmtes Anbaugebiet in Deutschland (Rheinland-Pfalz)

Mosel-Saar-Ruwer

Bestimmtes Anbaugebiet in Deutschland (Rheinland-Pfalz)

Most

Unvergorener Traubensaft

Mostgewicht

pezifisches Gewicht des Traubenmostes, ausgedruckt in Oechslegraden oder Brix, basierend auf Zucker- und Säuregehalt des Mostes (siehe Oechsle).

Mostwaage

Gerät zur Feststellung des Mostgewichts (siehe Oechsle).

Moussieren

Das Prickeln des Weines unter Einfluss von Kohlensäure; die Schaumbildung bei Champagner und Sekt (Mousse).

Müller-Thurgau

Deutsche Weißwein-Rebsorte. Die Rebe wurde 1882 von dem Schweizer Prof. Dr. H. Müller aus dem Kanton Thurgau gezüchtet. Sie gilt als Kreuzung zwischen Riesling (als Vater) und Silvaner (als Mutter), was jedoch nicht ganz unbestritten ist. Es scheint überhaupt fraglich, ob die heute in Deutschland angebaute Müller-Thurgau-Rebe ein direkter Abkömmling der Schweizer Züchtung ist. Die Weine erfreuen durch ihr feinfruchtiges, unaufdringliches Muskataroma mit jugendlicher Frische und milder bis rassiger Säure.

Muskateller

Wurde nachweislich von den Römern aus Kleinasien und Ägypten mitgebracht. Im ungarischen Tokajer, im spanischen Sherry und im portugiesischen Portwein sind Muskateller-Sorten unentbehrliche Bukett-Träger. Die Weine sind rassig und spritzig mit harmonischer Säure.