Weinwissen

Wein ist mehr als Genuss, denn es gibt zahlreiche Details, die Sie zum Thema Wein entdecken können. Unser Wein-ABC hält dafür die wichtigsten Fachbegriffe und Stichworte bereit und ergänzend interessante Informationen .

Wählen Sie einfach einen der unteren Begriffe aus und werden Sie zum echten „Wein-Profi“.

A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - Z

R

Reberziehung

siehe Erziehung

Rebfraktometer

Optisches Messinstrument, das den Zuckergehalt eines Mostes in Oechslegraden oder Brix durch Lichtbrechung anzeigt.

Rebschnitt

siehe Anschnitt-Fruchtrute

Rebveredelung

 

Bei der Rebveredelung werden in sogenannten Rebschulen "Pfropfreben" hergestellt. Pfropfpreben sind Pflanzreben, die aus der Verbindung von zwei Holzteilen verschiedener Rebarten entstanden ist. Dabei pfropft man ein etwa 3 cm langes Edelreis mit Hilfe besonderer Schnittformen auf ein etwa 20 cm langes, einjähriges Holzstück der Unterlagsrebe und läßt die beiden Teile miteinander verwachsen. Aus dem Auge (Knospe) des Edelreises entwickelt sich der oberirdische Teil, aus der Unterlage die Wurzeln des Rebstocks. Anlaß zur Herstellung von Pfropfreben waren die vernichtenden Schäden durch die Reblaus im europäischen Weinbau. Nachdem man erkannt hatte, dass amerikanische Rebarten an der Wurzel gegen die Reblaus unempfindlich sind, Europäerreben wiederum an den oberirdischen Teilen nicht geschädigt werden, pfropft man europäische Edelreiser auf amerikanische Unterlagsreben. Der Pfropfrebenanbau brachte durch die Verwendung von selektioniertem Pflanzgut auch eine Qualitätssteigerung mit sich. Der Charakter des Weines wird durch das Pfropfen nicht beeinflußt. Die Verwendung von Pfropfreben ist damit praktisch eine Bekämpfung der Reblaus auf biologische Weise.

Reinzuchthefe

siehe Hefe

Restsüße

jeder Wein hat eine natürliche Restsüße; dabei handelt es sich um noch vorhandenen unvergorenen Zucker im jungen Wein. Sie kann aber auch von der vor der Füllung zugesetzten Süßreserve herrühren.

Restzucker

siehe Restsüßer, Zuckergehalt

Rheingau

Bestimmtes Anbaugebiet in Deutschland (Hessen)

Rheinhessen

Bestimmtes Anbaugebiet in Deutschland (Rheinland-Pfalz)

Riesling

Deutsche Weißwein-Rebsorte. Kennzeichen der Rieslingweine ist ihre feine Rasse und Eleganz, ihr feinfruchtiges und nuancenreiches (oft an Pfirsich erinnerndes) Bukett. Die Säure des Rieslings spiegelt oftmals die Bodenart wider, auf der der Wein gewachsen ist. Hauptanbaubereiche in Baden: Badische Bergstraße/ Kraichgau und Ortenau (dort auch Klingelberger genannt).

Rivaner

Synonym für Müller-Thurgau.

Roséwein

Wird aus Rotweintrauben nach dem Verfahren des Weißweins (weiß gekeltert) hergestellt (siehe Weißherbst).

Rotling

Im Gegensatz zu Rosé oder Weißherbst wird dieser Wein aus einer Mischung von Rot- und Weißweintrauben oder deren Maische hergestellt, d.h. verschnitten (siehe Badisch Rotgold, Schillerwein).

Rotwein

Warum ist Rotwein rot? Wenn Sie eine Rotweintraube halbieren, werden Sie feststellen: Das Fruchtfleisch ist wie bei den Weißweintrauben grünlich. Der Farbstoff sitzt nämlich nicht im Fruchtfleisch, sondern in den Schalen. Hier unterscheidet sich auch die Herstellung des Rotweins von der des Weißweins. Würden die Trauben nur ausgepresst, bekäme man einen weißen Saft. Deshalb lässt man die Maische vor dem Abpressen einige Zeit mit Schalen gären und nutzt die Wirkung des entstehenden Alkohols, der den Farbstoff aus den Schalen löst. Hauptrebsorten: Blauer Spätburgunder (Pinot noir), Cabernet Sauvignon, Merlot, Sangiovese, Tempranillo. Die weitestverbreitete Rotweinsorte in Baden ist der Spätburgunder, der 23 Prozent der gesamten Rebfläche ausmacht.

RTK

(Rektifiziertes Traubenmostkonzentrat) Konzentrierter Traubenmost, dem durch Destillation und Ausfällung die Nicht-Zuckerstoffe entzogen wurden.

Ruländer

Synonym für Grauburgunder/Grauer Burgunder (Pinot gris/Pinot grigio). Traditionsreiche Bezeichnung in Baden, sie geht zurück auf den Speyerer Kaufmann Seger Ruland. Diese Bezeichnung kann auf traditionelle Ausbauart (körperreich, botrytisbetont, restsüß) hinweisen, die sich vom modernen Grauburgunder unterscheidet.

Rüttelpult

siehe Flaschengärung