Natürlicher Weingenuss aus Baden

Baden, im Juli 2022. Sonnenverwöhnte Weinberge, wunderbare Aussichten und idyllische Landschaften: Um den Garten Deutschlands genauso paradiesisch zu erhalten, setzen die Winzer des Badischen Weins auf eine nachhaltige Arbeitsweise. Dabei hat der naturnahe Weinbau von widerstandsfähigen Rebsorten über umweltschonende Lagerhallen bis hin zu Nachhaltigkeitszertifizierungen viele Facetten – und das kann man schmecken. So ermöglicht die Nähe zur Natur Weingenuss mit gutem Gewissen.

Naturnahe Weine aus dem Garten Deutschlands

Mit fast 2.000 Sonnenstunden im Jahr ist das Weinland Baden ein echtes Paradies und bringt einzigartige Weine hervor. Dabei sind die Landschaften genauso unterschiedlich wie die Rebsorten, die sich von der Badischen Weinstraße über den hohen Kaiserstuhl bis zur ebenen Bodenseeregion erstrecken. Hinter diesen qualitativ hochwertigen Weinen stehen die Winzer, welche die Trauben mit viel Leidenschaft zu einem natürlichen Weingenuss verarbeiten und veredeln – und dabei auf jahrelange Erfahrung und Fachwissen zurückgreifen.

 

Gut für die Natur – und für den Wein

Bei der Arbeit in den Weinbergen legen die Winzer des Badischen Weins großen Wert auf eine nachhaltige Bewirtschaftung und ein ausbalanciertes Ökosystem. So werden in vielen Weinbergen mit Hangneigung zum Schutz vor der Bodenverdichtung kaum Maschinen eingesetzt und Arbeiten stattdessen von Hand und ohne Kraftstoff erledigt. Die Durbacher Winzergenossenschaft setzt sogar auf modernste Drohnentechnik, um ihre Steillagen zu erhalten und möglichst wenig Pflanzenschutz zu betreiben. Zur Düngung und Belebung des Bodens sowie zur Erhöhung der Artenvielfalt begrünen die meisten Winzer ihre Weinberge zudem. Zusätzlich legen manche Blühstreifen für Bienen in ihren Weinbauflächen an oder sind selbst nebenher Imker. Damit der Befall an den Reben selbst verringert wird, werden Pheromone eingesetzt, die Schädlinge verwirren und andere Insektizide überflüssig machen. Aber nicht nur im Weinberg, sondern auch auf den Weingütern setzen die Winzer auf umweltschonende Vorgehensweisen: So heizen sie mit nachwachsenden Ressourcen wie Holz und produzieren durch Photovoltaik-Anlagen selbst Strom. Beispielsweise hat das Weingut Friedrich Kiefer aus dem Kaiserstuhl 2019 eine Lagerhalle komplett aus Holz gebaut – das regional und nachhaltig aus dem Schwarzwald stammt. Das Standard-Null-Energiehaus in Holzständerbauweise sorgt für eine klimaoptimale Lagerung sowohl im Winter als auch im Sommer und versorgt sich durch Solarenergie selbst mit Strom. Auch die Durbacher Winzergenossenschaft setzt auf Naturstrom: Mit der 132 KW großen Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugen sie klimaneutral ihre eigene Energie und können damit unter anderem das Wasser in den Gärtanks kühlen.

 

PIWI-Was?

Immer mehr Winzer setzen auf sogenannte PIWI-Weine, also Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten. Kein Wunder, denn die gezüchteten Kreuzungen benötigen dank ihrer natürlichen hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten nur minimalen Pflanzenschutz und ermöglichen dadurch eine ressourcenschonende Bewirtung, die Zeit und Energie spart. Da die Reben selten oder gar nicht gespritzt werden müssen, wird die Biodiversität im Weinberg zudem erhalten und gefördert. So summt und brummt es in den Frühlings- und Sommermonaten dank der begrünten Rebzeilen. Eine dieser pilzresistenten Rebsorten ist der Souvignier Gris, eine Kreuzung aus Seyval blanc und Zähringer, den auch die badischen Winzer im Portfolio haben. So begeistert beispielsweise der limitierte „Oberbergener Baßgeige Souvignier Gris Qualitätswein trocken“ mit Aromen nach grünen Äpfeln, Mirabelle und einem Hauch Vanille. Und auch der Winzerkeller Auggener Schäf hat die pilzresistente Rebsorte, die in den 1980-er Jahren in Freiburg gezüchtet wurde, im Programm. Ebenso bietet die Waldulmer Winzergenossenschaft einen Souvignier Gris aus der neuen Linie „Zeitenwandel“ an. Mit fruchtigen Aromen nach Honigmelone, Birne und Ananas und leicht rötlich gefärbten Trauben, ist der komplexe Weißwein ein purer Genuss. Und auch die Affentaler Winzer beweisen, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit dem Souvignier Gris Hand in Hand gehen. Ihre neue Serie „Weniger ist mehr“ steht dafür, dass weniger Pflanzenschutz im Vergleich zu traditionellen Rebsorten notwendig ist und präsentiert mit dem 2021 Souvignier Gris den ersten Jahrgang des Weins. Trocken ausgebaut, wirkt der Wein auf dem Gaumen lebendig und duftet nach frischer Birne und knackigem Apfel umhüllt von animierenden Citrusnoten. Mit dem Genuss dieser Weine können Weinliebhaber selbst einen Beitrag zur Schonung der natürlichen Grundlagen beitragen.

 

Die Sonne im Glas – klimaneutrale Weine

Mit der neuen Reihe „Sonnenwinzer-Weine mit Charakter“ hat der Badische Winzerkeller 2021 erstmals eine nachweislich klimaneutrale Weinlinie eingeführt. Sie wird CO2-neutral ausgebaut und ist ein neben dem Einsatz von erneuerbaren Energien ein weiterer Meilenstein in der erzeugerischen Ausrichtung der Sonnenwinzer. Mit dem Label „klimaneutral“ bestätigt das unabhängige Zertifizierungsinstitut „Climate Partner“, dass die entstandenen CO2-Emissionen berechnet und über Klimaschutzprojekte ausgeglichen wurden, die für Verbraucher auch transparent einsehbar sind. Neben der Nachhaltigkeit überzeugt die Weinlinie zudem mit Persönlichkeit: Auf den Etiketten des Blanc de Noirs, des Rosés und der Cuvée Noir sind generationsübergreifend pro Sorte jeweils drei Sonnenwinzer abgebildet und geben den Weinen mit badischem Charakter ein Gesicht. So sorgt der Badische Winzerkeller für emotionale Weinerlebnisse mit gutem Gewissen.

 

Zertifizierung für ganzheitliche Nachhaltigkeit

Eine nachhaltige Form des Wirtschaftens ist nötig und möglich – davon ist die Winzergenossenschaft Achkarren überzeugt. Seit Ende 2021 trägt sie das „FAIR’N GREEN“ Siegel – einen dynamischen Zertifizierungsstandard für den nachhaltigen Weinbau – und verpflichtet sich damit dazu, Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu implementieren.  Neben Zielen zur Senkung des CO2-Ausstoßes und dem Einsatz von organischem Dünger werden auch nachhaltige Veränderungen in der Betriebsführung eingeführt, zum Beispiel durch den Einkauf von nachhaltigen Materialien. Und auch der soziale Aspekt kommt nicht zu kurz: Der Betrieb verpflichtet sich zu gesellschaftlichem Engagement, Ausbildungsangeboten und einem respektvollen Umgang miteinander. Die gesteckten Ziele werden jährlich durch unabhängige Audits kontrolliert sowie durch Nachhaltigkeitsberichte und Ökobilanzen dokumentiert.

 

So leben die Winzer des Badischen Weins seit Generationen im Einklang mit ihrer Umwelt und übernehmen nicht nur Verantwortung, sondern transportieren ihre Leidenschaft und Naturverbundenheit auch über die Weine bis ins Glas.

Quelle Titelbild: Mellenthin/follow red für die Badischer Wein GmbH

 

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