Start in die Federweißer-Saison: Neuer Wein aus Baden

Endlich ist er wieder zurück: Pünktlich zum Spätsommer und dem Beginn der Weinlese startet auch die Federweißer-Saison in Baden. Mit seinem leichten Prickeln und seiner unvergleichlichen Süße bringt der Neue Wein im Herbst die Sonne zurück ins Glas und ist ein echtes Highlight im badischen Winzerjahr.

Süß und lieblich – so entsteht der Federweißer

Wenn es in den badischen Weinbergen wieder nach süßen Trauben riecht und die Herbstsonne die Region verwöhnt, kommen Weinfreunde wieder in den Genuss des Federweißen. Das ist ein Traubenmost, der aus frisch geernteten Trauben gepresst wurde und bei dem der Gärungsprozess in der Flasche bereits im Gange ist. Schon frisch abgefüllt kann der Federweißer genossen werden: Während er zu Beginn noch eher süß und spritzig ist, wird mit der fortlaufenden Gärung der enthaltene Zucker mehr und mehr in Alkohol umgewandelt. Das macht jeden Genuss zu einem kleinen Abenteuer: Denn vor dem ersten Schluck ist noch unklar, wie süß oder kräftig der Traubenmost ist. Darum der Tipp unserer Winzer: Den Federweißen direkt nach dem Kauf einmal probieren und dann selbst Kellermeister spielen.

(c) DWI - Federweißer mit Flammenkuchen

Gut gelagert für einen einzigartigen Genuss

Bei der Lagerung des Federweißen sind einige Punkte zu beachten, um den gewünschten Geschmack zu erreichen. Zunächst sollten die Flaschen nie luftdicht verschlossen sein, da sich während der Gärung weiter Kohlensäure bildet und entweichen muss. Außerdem sollten sie stehend gelagert werden und nicht gekippt oder gelegt werden. Auch die Temperatur hat einen Einfluss auf den Geschmack des Neuen Weins: Wer seinen Federweißen lieber süß genießt, sollte ihn am besten im Kühlschrank aufbewahren, da die niedrigen Temperaturen die Gärung verlangsamen. Wer sich einen kräftigeren Traubenmost mit mehr Alkohol wünscht, kann die Flasche einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen. Zwischen der Abfüllung und dem Ende der Gärung kann das Getränk einen Alkoholgehalt zwischen 4 und 11 Prozent aufweisen.

Hat der Federweißer dann den favorisierten Gärungsgrad erreicht, wird er traditionell mit badischem Zwiebel- oder Flammkuchen serviert. So können Genießer die Federweißer-Saison mit regionalen Köstlichkeiten in vollen Zügen auskosten – denn genauso wie die Weinlese ist auch der Neue Wein auf eine kurze Zeit im Jahr begrenzt.

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